Online Kondolenzbuch für Hermann Bausinger

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Bernd Jürgen Warneken Bernd Jürgen Warneken schrieb am Dezember 20, 2021 um 11:11 a.m.
In dem Nachruf von Josef-Otto Freudenreich auf Hermann Bausinger, den
die KONTEXT: Wochenzeitung am 4. Dezember 2021 veröffentlichte, heißt es über den einst als „Tarzan-Professor“ Bezeichneten: „Wer sich so behende an der Liane durch den akademischen Dschungel schwingt, ist auch von 68ern nicht zu erschrecken. Es heißt, er habe seine schützende Hand über sie gehalten, wie etwa über Bernd Jürgen Warneken, der (…) einen Job am Bausinger-Institut gekriegt hat, nachdem er sich über Flipper-Automaten qualifiziert hatte“. Zu dieser (ziemlich wahren) Flipper-Story passt „schützen“ weniger als „unterstützen“, aber zur Geschichte meiner Einstellung als Assistent passt es dann doch. Damals, 1975, trieb der Radikalenerlass sein Unwesen, und Bausinger befürchtete, dass es auch mich als dezidiert Linken erwischen könnte. Deshalb griff er zu einem Trick: Er stellte mich nicht sofort als Assistent, sondern erst einmal als geprüfte Hilfskraft ein, da seines Wissens an Hilfskräfte weniger strenge politische Kriterien angelegt wurden. Bald darauf wurde ich verbeamtet. Bausingers schützende Hand wurde für mich in der Folgezeit zur verlässlich helfenden und schließlich zur freundschaftlich ausgestreckten Hand. Ich drücke sie durch die uns nun trennende Wand hindurch mit großer Dankbarkeit.
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