Mendel war für mich nicht nur wissenschaftlich sondern auch menschlich ein Vorbild. Ich habe ihn als einen großzügigen, toleranten, warmherzigen Menschen erlebt. Seine sagenhafte Formulierungsgabe und disziplinierte und zugleich gelassene Lebensführung habe ich sehr bewundert. Ich erinnere mich an schöne Zusammenkünfte mit Kolleg:innen und Freund:innen bei ihm und Brigitte zu Hause, an belebte Gespräche am Rande von Tagungen und Kolloquiumssitzungen, an ermunternde Botschaften per Mail, die genau dann eintrafen, als ich sie gut gebrauchen konnte. Während der Pandemie haben wir uns kaum ‚in Präsenz‘ gesehen; ich kann kaum fassen, dass ich ihn nie wieder sehen werde. Er wird uns sehr fehlen.