Schon am Morgen des 25. 11. bekam ich die Nachricht aus Esslingen, privat. Es war klar, dass ich sie gleich weitergab, nach Neuseeland und Australien, nach Amerika, Afrika und Finnland - wo immer ich Freunde und Freundinnen von ihm wusste. Die internationale Betroffenheit - wenn man so will - war überwältigend. Er sei viel zu früh gestorben, man erinnere sich an sein liebenswürdiges schwäbisches Englisch, an seine Schriften, seine Gesten, seine Zuverlässigkeit, seine Hilfsbereitschaft, seine Eleganz, sein Lachen...Ich selbst hatte noch für einen seiner vielen Preise und Auszeichnungen sorgen können und und diesem Kontext auch lange Gespräche in Sachen Laudatio. Welche Ehre und Freude, dass Mendel ausgerechnet die Erzählforschung, mit der er einst begonnen hatte, wieder aufgriff. Noch am Donnerstag morgen schrieb ich vor allen anderen Medien - es mußte des Redaktionsschlusses wegen so schnell gehen . ein Obituary , basierend auf einer Laudatio. Das war eine schwere Aufgabe. Ob wir ihn auf seinem letzten Weg wohl überhaupt begleiten dürfen? Von seiner Familie kenne ich nur Bri, und der wünsche ich jetzt viel Kraft - bin aber auch bei Euch in Tübingen.